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Start-up der Universität Mannheim erhält MRN-Innovationspreis

Mannheim | Der mit 5 000 Euro dotierte Sonderpreis der MRN-Stiftung für innovative Projekte geht dieses Jahr an das Start-up Contagt aus Mannheim. Bei der Preisverleihung in der Aula der Universität Heidelberg zeichnete Stifter Dr. h.c. Manfred Lautenschläger das Jungunternehmen aus. In seiner Laudatio lobte Lautenschläger den Unternehmergeist der Gründer und die praktische Anwendbarkeit der Contagt-Lösung. Dabei handelt es sich um ein Navigationssystem für Gebäude, das von einem Team um Johannes Britsch, Doktorand am Institut für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim, entwickelt wurde. Anwendungsgebiete für das System sind zum Beispiel Parkhäuser, Bürokomplexe, Kongresszentren oder Krankenhäuser.

Contagt kombiniert die Smartphone-Sensorik (z.B. Kompass) mit der QR- und NFC-Technologie und kommt daher ohne Satellitensignale aus. In Gebäuden werden hierfür kleine Panels (tags) mit visuellen Quick Response Codes (QR) und passiven Near Field Communication Chips (NFC) angebracht. Über eine App kann der Nutzer diese Codes einlesen oder die Chips per Handy berühren (contact), dann erfährt er seinen genauen Standort. Die App beinhaltet außerdem eine eigene Suchmaschine, die Bauwerke wie Webseiten durchsuchbar macht. Nutzer, die beispielsweise ein Zimmer suchen, werden auf einer Karte mittels Auswertung ihrer Bewegungen durch die Smartphone-Sensorik dorthin geleitet. GPS-basierte Navigationssysteme funktionieren aufgrund mangelnden Satellitenempfangs nicht.

Der MRN-Innovationspreis wird seit 2001 von der Stiftung Metropolregion Rhein-Neckar vergeben. Prämiert werden innovative Ideen in den Bereichen Biotechnologie und Medizintechnik, Informations- und Kommunikationstechnik, Umwelt- und Energietechnik, Materialien und Werkstoffe sowie Life Sciences und Gesundheit. uni-mannheim.de

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