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Bosch Rexroth: Data Mining gestützte Wartungsverträge steigern die Verfügbarkeit von Maschinen und Anlagen

Lohr am Main | Die Vernetzung von Maschinen durch Industrie 4.0 ermöglicht die Erfassung und Auswertung großer Datenmengen. Das nutzt Rexroth mit dem neuen Dienstleistungspaket ODiN (Online Diagnostics Network), um für Anwender die Betriebszustände hydraulischer Systeme kontinuierlich und sicher zu überwachen.

Bosch Rexroth bietet nun Data Mining gestützte Wartungsverträge. Bild: Bosch Rexroth  Bosch Rexroth bietet nun Data Mining gestützte Wartungsverträge. Bild: Bosch Rexroth

Dadurch kann Rexroth Zustandsänderungen kritischer Komponenten frühzeitig identifizieren und notwendige Wartungs- und Reparaturmaßnahmen einleiten, bevor ein Komponentenausfall einen Anlagenstillstand verursacht.

Bei großen Online-Händlern gehört Data-Mining bereits zum Alltag. Sie leiten daraus individuelle Empfehlungen ab und erzeugen damit einen Mehrwert für ihre Kunden. Für industrielle Anwender nutzt Rexroth diesen Ansatz, um Betriebszustände hydraulischer Systeme online zu analysieren und Verschleiß frühzeitig zu erkennen. Mit der wachsenden Datenbasis durch jede neu angeschlossene Anlage verbessert ODiN durch selbstlernende Algorithmen seine Verschleißvorhersagen.

Im Rahmen eines Wartungsvertrags gibt Rexroth Empfehlungen zu notwendigen Arbeiten und führt diese auch aus. Das verringert die Wartungskosten, weil nur tatsächlich verschlissene Teile ersetzt werden und reduziert das Risiko eines teuren Anlagenstillstands erheblich. Dieses Dienstleistungsangebot ist besonders interessant für Betreiber von Anlagen mit hohen Stillstandskosten.

Die kontinuierliche Datenerfassung hat keine Auswirkungen auf den Prozess. Die Daten werden mit sicheren Mechanismen verschlüsselt an das ODiN System übertragen. Die Speicherung und Verarbeitung der Daten erfolgt auf Servern der Robert Bosch GmbH unter Einhaltung der Datenschutzrichtlinien des Konzerns.

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