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Energieinnovationen weiter vorantreiben

Karlsruhe | Das europäische Konsortium KIC InnoEnergy, dessen Aufbau vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordiniert wird, treibt Innovationen im Energiesektor voran und befördert somit ein nachhaltiges europäisches Energiesystem. Ziel ist es, Innovationslücken zu schließen und die Innovationskraft Europas zu stärken. Nun hat KIC InnoEnergy einen weiteren wichtigen Schritt vollzogen: die Gesellschaftsgründung der deutschen Niederlassung in Karlsruhe. Die Gesellschaft koordiniert die Aktivitäten von KIC InnoEnergy im Bereich „Energie aus chemischen Energieträgern“.

v. l. n. r.: Prof. Hans-Jörg Bauer, derzeitiger Geschäftsführer der KIC InnoEnergy Germany GmbH, der künftige Geschäftsführer Dr. Christian Müller, Prof. Wolfram Ressel, Rektor der Universität Stuttgart, Dr. Peter Fritz, KIT-Vizepräsident für Forschung und Innovation. Bild: Sandra Göttisheim.

Zu den Gründern zählen neben dem KIT die Universität Stuttgart, EnBW sowie das Steinbeis Europa Zentrum. LBBW, Intel und Fraunhofer ISI sind als weitere Partner an den Aktivitäten der GmbH beteiligt. Sitz der Gesellschaft ist Karlsruhe. Ab 1. Januar 2013 wird Dr. Christian Müller Geschäftsführer von KIC InnoEnergy Germany. Das Konsortium ist zudem Gründer der Europäischen Gesellschaft (Societas Europae) KIC InnoEnergy SE. Ende September wurde Dr. Karl-Friedrich Ziegahn, Chief Science Officer und Leiter der Energie-und Umweltprogramme am KIT, als Vorsitzender des Aufsichtsrats der KIC InnoEnergy SE einstimmig im Amt bestätigt. Der Aufsichtsrat legt unter anderem die Strategie des KIC fest, bestimmt den Geschäftsführer und kontrolliert die Finanzen sowie die Geschäftsführung des Hauptvorstands.

 

Vor drei Jahren als eine der drei ersten Knowledge and Innovation Communities (KIC) vom European Institute of Innovation and Technology ausgewählt, umfasst KIC InnoEnergy heute europaweit rund 150 Partner aus Unternehmen, Universitäten, Forschungseinrichtungen und Business Schools. KIC InnoEnergy tritt an, um für Europa ein nachhaltiges Energiesystem zu schaffen, neue Energietechnologien schneller auf den Markt zu bringen und Europa im weltweiten Wettbewerb zu stärken. Organisiert ist das Konsortium in sechs Co-Location Centres (CC), die jeweils einen Energiebereich koordinieren. Das deutsche CC Karlsruhe-Stuttgart beschäftigt sich mit dem Innovationsprozess für eine nachhaltige Energieversorgung und koordiniert europaweit das Themenfeld Energie aus chemischen Energieträgern. Das hohe Potenzial von Biomasse zur Herstellung synthetischer Kraftstoffe etwa bestätigte kürzlich eine Studie des Mineralölkonzerns Shell: Sie kommt unter anderem zu dem Ergebnis, dass im Jahr 2050 bis zu 70 Prozent des Treibstoffs durch Biokraftstoffe bereitgestellt werden könnte.

Die Aktivitäten im Konsortium adressieren die drei Bereiche des Wissensdreiecks, Bildung, Forschung und Innovation. Seit der Aufnahme seiner operativen Tätigkeit im Dezember 2010 hat das Netzwerk bereits zahlreiche Projekte erfolgreich angestoßen: Derzeit befinden sich 195 Teilnehmer in Master-, PhD- und Executive Masterprogrammen. Dieses Angebot wird zum Wintersemester 2012/13 um drei neue Masterstudiengänge erweitert, darunter der durch das KIT koordinierte „Energy Technologies“ (ENTECH). Dieses Programm bietet den Studierenden eine fundierte Ausbildung auf dem Gebiet nachhaltiger Energiesysteme und der zugrunde liegenden Technologien. Ein spezieller Fokus liegt dabei auf der Vermittlung unternehmerischen Denkens und Handelns. Neben dem KIT stehen den ENTECH-Studierenden weitere europäische Universitäten im Konsortium als Studienorte zur Auswahl.

Auch im Bereich der Forschungsprojekte hat KIC InnoEnergy sein Engagement ausgebaut mit einer weiteren Projektausschreibung im vergangenen Jahr, bei der die deutsche Co-Location mit drei Anträgen erfolgreich war. Mit diesen neuen, allesamt industriegeführten Projekten konnte das CC Germany seine Industriebeteiligung ausbauen. Zudem hat das Netzwerk mit dem InnoEnergy HighwayTM ein umfassendes Dienstleistungsangebot für Gründungsvorhaben im Energiebereich konzipiert. Die deutsche Co-Location ist hierbei maßgeblich an der Umsetzung und Vermarktung beteiligt.

 

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