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Schüler präsentieren eigene Chips bei „Invent a Chip“

Aachen | Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der VDE Verband Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik prämierten die Sieger des Wettbewerbs „Invent a Chip“. Die Verleihung der Auszeichnung erfolgte im Rahmen des Mikrosystemtechnik-Kongresses in Aachen. Den mit 3 000 Euro dotierten ersten Platz belegte Simon Schubotz (16) aus Wuppertal. Der Schüler des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums war mit einem Mikrochip für Fahrräder ins Rennen gegangen.

„Beeindruckender Erfindungsreichtum“: Jannik Kühn (16) und Benjamin Schmiedel (17) entwickelten das Dollycar, einen Transportwagen für Kamerafahrten. Bild: VDE „Beeindruckender Erfindungsreichtum“: Jannik Kühn (16) und Benjamin Schmiedel (17) entwickelten das Dollycar, einen Transportwagen für Kamerafahrten. Bild: VDE

Mit der neuen Automatikschaltung soll der Fahrer von der manuellen Betätigung des Gangwechsels befreit werden.

Platz Zwei ging an Jannik Kühn (16) und Benjamin Schmiedel (17) von der Karl-Rehbein-Schule in Hanau. Ihr chipgesteuertes „Dollycar“, ein Transportwagen für Kamerafahrten beim Film, bescherte dem Team ein Preisgeld von 2 000 Euro. „Der Erfindungsreichtum der Schüler ist beeindruckend“, stellt Dr. Georg Schütte fest, Staatssekretär im BMBF.

Der Geräuschbelastung widmeten sich die Drittplatzierten Marcel Breyer (18) und Matthias Gürtler (17) vom Burg-Gymnasium in Schorndorf. Ihr Noise Balancer sorgt automatisch für die richtige Lautstärke, wenn beispielsweise das Telefon klingelt und dennoch Musik läuft. Dann wird die störende Geräuschquelle gedimmt. „Je nach Modus wird darauf der Film des DVD-Players pausiert oder die Lautstärke des Computers, Fernsehers oder der Stereoanlage heruntergeregelt“, erklärte das Duo. Ihre Idee wurde im Wettbewerb mit einem Preisgeld von 1 000 Euro prämiert.

Der mit 2 000 Euro dotierte Sonderpreis des BMBF für das Projekt mit der größten Industrierelevanz ging an Kevin Riehl (17) vom Max-Planck-Gymnasium in Rüsselsheim. Er konzipierte den „Energy Distributor“, quasi eine komplexe Energiesparsteckdose. „Der Benutzer kann anhand eines Zeitplans genau festlegen, welches Gerät zu welchem Zeitpunkt eingeschaltet ist. Durch ein Messsystem wird zudem der Energieverbrauch beispielsweise über einen Tag hinweg dokumentiert. So wird das Bewusstsein für den verantwortlichen Umgang mit Energie geweckt“, sagt Riehl.

Die besten zwölf Teams des Wettbewerbs hatten im Frühjahr Gelegenheit, in einem dreitägigen Praxis-Workshop an der Leibniz Universität Hannover erste Schritte im Chipdesign mithilfe von Experten zu wagen. „Die Teilnahme und ein Erfolg bei unserem Wettbewerb gibt für manchen den Ausschlag, ein entsprechendes Studium zu starten“, weiß VDE-Vorstandsvorsitzender Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer. Die Sieger von „Invent a Chip“ erwartet neben den attraktiven Geldpreisen die Aufnahme ins Auswahlverfahren für ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes sowie Kontakte zu Industrie und Hochschulen und Einladungen zu Projektpräsentationen auf Messen. invent-a-chip.de vde.com

 

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