ATP!Info

5. Deutscher IT-Sicherheitspreis: Erster Platz für Blurry-Box von Wibu-Systems, FZI und dem KIT

Bochum | Wibu-Systems, das FZI Forschungszentrum Informatik und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Kompetenzzentrum für angewandte Sicherheitstechnologie (KASTEL), gewannen den renommierten 5. Deutschen IT-Sicherheitspreis.

Das Entwickler-Team der Blurry-Box-Kryptographie erhielt während der Preisverleihung die Auszeichnung für den ersten Platz des 5. Deutschen IT-Sicherheitspreises. Bild: Sadrowski Das Entwickler-Team der Blurry-Box-Kryptographie erhielt während der Preisverleihung die Auszeichnung für den ersten Platz des 5. Deutschen IT-Sicherheitspreises. Bild: Sadrowski

Der Deutsche IT-Sicherheitspreis der Horst Görtz Stiftung fördert IT-Sicherheitslösungen „Made in Germany“, die Preisverleihung fand an der Ruhr-Universität Bochum statt.

Die Auszeichnung wurde für die neue Blurry-Box-Kryptographie verliehen, die Software als Teil der Wertschöpfung besonders schützt und einen besseren Schutz vor unerlaubter Vervielfältigung und Reverse Engineering, Manipulation, Industriespionage und -sabotage bietet.

Blurry-Box arbeitet gemäß dem Kerckhoffs’schen Prinzip und ermöglicht einen beweisbar sicheren und korrekten Softwareschutz, bei dem die Sicherheit auf der Geheimhaltung der Schlüssel und der Fachlichkeit der Anwendung beruht und nicht auf der Geheimhaltung des Verfahrens.

Beim Blurry-Box-Verfahren werden unter anderem Funktionen und Prozeduren des zu schützenden Programmes vor seiner Auslieferung so vervielfältigt, modifiziert und anschließend verschlüsselt, dass jede Variante nur bei bestimmten Eingabewerten richtig arbeitet.

Gemeinsam decken diese Varianten den gesamten Bereich der Eingabewerte ab. Wird zur Laufzeit der Software eine Funktion aufgerufen, wird die zum Eingabewert passende Variante mit Hilfe des CmDongles ausgewählt, entschlüsselt und danach ausgeführt.

Oliver Winzenried, Vorstand und Gründer der Wibu-Systems AG: „Der Deutsche IT-Sicherheitspreis wird nur alle zwei Jahre vergeben und ist sehr renommiert in Fachkreisen.

Daher ist für uns die Auszeichnung als Gewinner des ersten Preises besonders wertvoll und ein weiterer Ansporn. Die Bedeutung von Produkt- und Know-how-Schutz wird weiter steigen, sodass bereits jetzt Hersteller mit diesem gemeinsam entwickelten, praxistauglichen Verfahren einen bestmöglichen Softwareschutz nutzen können", so Winzenried.

Das Preisgeld werden wir dafür einsetzen, eine Beispielanwendung zu entwickeln und unser Schutzverfahren in einem öffentlichen Wettbewerb unter Beweis zu stellen.“

www.horst-goertz.de/warum-ein-preis-fuer-deutsche-it-sicherheit/

Verwandte Themen
Bosch Rexroth weitet additive Fertigung aus weiter
Hans-Georg Kumpfmüller: "FieldComm Group unterstützt NOA" weiter
SAMSON: Rolf Sandvoss Innovation Center eröffnet weiter
NAMUR-Hauptsitzung: Mastering the Digital Transformation of the Process Industry weiter
"Silicon Saxony" – Milliarden-Investitionen in IoT-Technologien in Dresden weiter
Neue Motion-Monitoring-Überwachungsfunktionen für Kleinststeuerungen weiter

Relevante Publikationen für Sie:

„Smarte“ Sensoren in der Feldebene Cover

„Smarte“ Sensoren in der Feldebene

Intelligente Überwachung von industriellen Anlagen
Thomas Glock/FZI Forschungszentrum Informatik / Martin Hillenbrand/FZI Forschungszentrum Informatik / Christoph Weiler/Siemens / Michael Hübner/Ruhr-Universität Bochum, FZI Forschungszentrum Informatik

mehr
µPlant: Modellfabrik für vernetzte heterogene Anlagen Cover

µPlant: Modellfabrik für vernetzte heterogene Anlagen

Automatisierungstechnische Konzeption und Realisierung
Andreas Kroll/Universität Kassel / Axel Dürrbaum/Universität Kassel / David arengas/Universität Kassel / Hassan al Mawla/Universität Kassel / Lars Kistner/Universität Kassel / Alexander Rehmer/Universität Kassel

mehr
Zuverlässigkeitsbewertung in frühen Entwicklungsphasen Cover

Zuverlässigkeitsbewertung in frühen Entwicklungsphasen

Ansatz basierend auf rigide definierten Softwarekomponenten
MICHAEL WEDEL/Universität Stuttgart

mehr