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Peter Krause (rechts), Vorsitzender AMA Verband für Sensorik und Messtechnik, beim chinesisch-deutschen Sensor-Innovations-Forum in Nürnberg: „Nahezu 60 % der Produktion gehen in den Export“. Bild: AMA/Weissler

AMA Verband startet Chinesisch-Deutsches Sensor-Innovations-Forum

Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik (AMA) und die chinesische Sensors and IoT Industry Association (SIA) haben auf der Sensor+Test 2017 in Nürnberg das Chinesisch-Deutsche Sensor-Innovations-Forum gegründet, eine Plattform zum Austausch von Technologie- und markstrategischer Informationen.

Die besondere Bedeutung des neu gegründeten Chinesisch-Deutschen Forums unterstrich Xueshan Yang, stellvertretender Minister für Industrie und Informationstechnologie in China, in seiner Rede zur Auftaktveranstaltung. Peter Krause, AMA Vorstandsvorsitzender, erläuterte der 60-köpfigen chinesischen Delegation aus Peking die aktuellen Trends in der Sensor-Entwicklung mit Bezug auf Industrie 4.0 und die Digitalisierung weiter Bereiche des Alltags.

Yuancheng Guo, Vorsitzender der SIA und Entwicklungsleiter am Electronics Components Industry Development Center im chinesischen Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT), sieht die Bedeutung der Sensorik laut einer Pressemeldung nicht nur in Fabriken und prozesstechnischen Anlagen sondern auch im Alltag heutiger Mega-Cities.

Der Generalsekretär der China Smart Home Industry Alliance (CSHIA), Jun Zhou, unterstrich die Relevanz der Sensorik mit einem Überblick über die notwendigen Kerntechnologien und ihre Anwendungen in der vernetzten, digitalisierten Welt. Die Entwicklung von Sensoren setzt die Verfügbarkeit hoch technologischer Forschungszentren voraus und ihre Massenproduktion die Verfügbarkeit spezialisierter Fachkräfte. Vor diesem Hintergrund verdeutlichte Josef Sauerer, Vorsitzender der Abteilung Smart Sensing und Electronics am Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) in Erlangen, die dort verfügbare highend Forschungsbasis und aktuelle Projekte.

Hubert Steigerwald, Geschäftsführer der Sensorik-Bayern GmbH mit Sitz in Regensburg, berichtete abschließend über die Möglichkeiten des Technologietransfers in die Industrie. Peter Krause und Yuancheng Guo stärken mit der Kooperation die Innovationsfähigkeit der Branche und ihre Bedeutung für zukünftige Entwicklungen intelligenter, nachhaltiger Technologien.

Deutsche Sensorik-Hersteller erwirtschaften laut aktueller AMA-Umfrage bereits heute rund 60 Prozent ihrer Umsätze im Ausland. Durch Veränderungen traditioneller Märkte dürfte das Interesse der Branche am Exportgeschäft in den chinesischen Markt weiter ansteigen. Die Entwicklung ressourcenschonender Automatisierungs-, Mobilitäts- und Versorgungsstrukturen ist ohne angepasste Sensor-Technologien nicht umsetzbar.

Um Innovationen besser zu fördern müssen Trends bei der Nachfrage frühzeitig erkannt und bewertet werden. Hier finden der Hochtechnologie-Standort Deutschland und China, als Land der Digitalisierung mit großem Marktpotential, vielfältige Optionen zur Zusammenarbeit. Als offene Diskussionsplattformen sind das Chinesisch-Deutsche Sensor-Innovations-Forum in Nürnberg und die International Conference on Sensors in the Internet of Things (SIOT) in Hangzhou, sowie weitere chinesische Sensorik-Zentren geplant.In einem gemeinsamen Memorandum vereinbaren beide Organisationen konkrete Aktionsziele.

Das Chinesisch-Deutsche Forum als Plattform zur Förderung des Austauschs Technologie- und markstrategischer Informationen wird im jährlichen Wechsel in beiden Ländern realisiert.

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