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Dresden soll zu einem weltweit führenden Leitstandort für IoT-Basistechnologien werden. Das ist die Vision von Dirk Hilbert, Oberbürgermeister der Stadt Dresden, und "Silicon Saxony". Foto: Dresden Marketing GmbH / André Wirsig

"Silicon Saxony" – Milliarden-Investitionen in IoT-Technologien in Dresden

Dresden baut seine Position als Zentrum für Internet-of-Things-Lösungen (IoT) aus. Internationale Technologiekonzerne und Forschungseinrichtungen wie Globalfoundries, Infineon, Bosch, die Fraunhofer-Gesellschaft und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) investieren rund 4,5 Milliarden Euro in die Entwicklung und Produktion moderner Prozessoren, Sensoren, 5G-Mobilfunkmodule sowie in die Entwicklung neuer Software-Werkzeuge und IoT-Plattformen in „Silicon Saxony“.

„Damit wird Dresden zu einem weltweit führenden Leitstandort für IoT-Basistechnologien. Aus Dresden kommen Technologien und Produkte, die in IoT-Anwendungen in der industriellen Produktion, in neuen Mobilitätslösungen, in intelligenten Stromnetzen oder in der Gesundheitsbranche eingesetzt werden“, sagt Dirk Hilbert, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden.

Solche zukunftsweisenden Technologien sind bspw. IoT-optimierte Prozessoren, Mikro-Elektro-Mechanische Systeme (MEMS) inklusive Sensoren und Aktoren, Embedded Systems-on-Chip, spezielle Mikrocontroller und Hightech-Speicher, Leistungselektronik, Kommunikationsmodule zur Datenübertragung, Technologien für Energy Harvesting, IT-Security und Cloud-Hochleistungs-Computing oder die Integration zu Smart Systems. 

„Smart Systems Hub Dresden – Enabling IoT“ entwickelt sich zu globalem Digitalzentrum

Die Dresdner Unternehmen und Forschungseinrichtungen des „Smart Systems Hub – Enabling IoT“ bilden die komplette Forschungs- und Wertschöpfungskette für Smart Systems ab. Am 15. November 2017 konnten die Messebesucher der SEMICON Europa und productronica die Akteure des „Smart Systems Hub“ kennenlernen. Unter dem Motto „Spotlight DoubleD: Smart Systems Hub – Dresden as a Global IoT Center“ zeigten Unternehmen und Forschungseinrichtungen ihre Kompetenz für Halbleiter, Sensoren, Software für Halbleiter und Automatisierungslösungen sowie den neuen 5G-Mobilfunkstandard.

Enormes Marktpotenzial des "IoT" soll genutzt werden

Dresden und Leipzig erhielten im April 2017 den Zuschlag als Standorte im nationalen Digital Hub-Konzept des Bundeswirtschaftsministeriums. Ziel der beiden Hubs ist es, Wissenschaftler, Produzenten und Anwender gezielt zu vernetzen. Gemeinsam will man das enorme Marktpotenzial des „Internet of Things“ (IoT) nutzen, ländliche und urbane Infrastrukturen intelligenter machen und als dynamischer Gründungsstandort wirtschaftlich weiter erfolgreich wachsen.

Der Dresdner „Smart Systems Hub – Enabling IoT“ hat sich der Integration von Hardware, Software und Connectivity als Fundament für digitale Produkte und Anwendungen für das Internet der Dinge (IoT) verschrieben. Der Hub zieht seine Attraktivität aus der hohen Konzentration von exzellenten Partnern aus Wissenschaft und Industrie, innovativen Software- und IT-Unternehmen, kreativen Startups, etablierten Netzwerken sowie einer technologieaffinen kommunalen Verwaltung.

Co-Innovation Center an der TU Dresden

Geführt wird der Smart Systems Hub durch ein Team aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung. Dazu gehört auch die Landeshauptstadt Dresden, die sich personell am Aufbau leistungsfähiger Hub-Strukturen beteiligt. Als offenes Innovationsökosystem konzipiert, entsteht auf dem Campus der Exzellenzuniversität TU Dresden ein Co-Innovation Center, das neue Herzstück des dynamischen Digital-Hubs. Dafür investiert der Freistaat Sachsen rund 100 Millionen Euro.

„Hier werden Wissenschaft und Wirtschaft Hand in Hand arbeiten und wissenschaftliche Ergebnisse gezielt in tragfähige Geschäftsmodelle und Ausgründungen überführen. Interessierte Startups und Technologiekonzerne können sich über sogenannte ‚Trails‘ einen Überblick über das breitgefächerte Angebot der Akteure des Smart Systems Hub verschaffen. Und so ausloten, wo sie gegebenenfalls andocken und mitarbeiten können“, erläutert Dirk Hilbert.

Neues Investitionsprogramm der Stadt unterstützt innovative Technologieprojekte

„Keine andere Region in Europa vereint eine solch umfassende Technologie-Kompetenz, um industriespezifische IoT-Lösungen zu realisieren. Dresden verfügt über die entscheidenden Erfolgsfaktoren, um die Industrien weltweit bei der digitalen Transformation mit IoT-Basistechnologien aus einer Hand voranzubringen“, sagt Robert Franke, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden.

Gleichzeitig fördert die sächsische Landeshauptstadt Innovationen in den Anwendungsbereichen von Industrie 4.0, Smart City, modernen Energiesystemen oder neuen Materialien. „Wir fördern gezielt innovative Produkte und Technologien in Dresden. Wollen diesen so zum kommerziellen Durchbruch verhelfen und auch für die Stadt nutzbar machen“, so Franke weiter.

Dafür stehen 2017 mindestens 350 000 Euro zur Verfügung; im nächsten Jahr sind 500 000 Euro im Fördertopf. Das Investitionsprogramm richtet sich an Gründer, Startups aus dem Bereich der Hochtechnologie sowie kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sowie Forschungseinrichtungen und Nicht-KMU im Rahmen von Unternehmensverbünden.

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